Sonntag, 24. März 2013

"Goodbye Kaiserstraat AND hello Kolfmakersteeg!"

"Goodbye Kaiserstraat AND hello Kolfmakersteeg!"- heißt es heute für mich.
Die Koffer sind gepackt, das Zimmer ist geputzt - am 1. April ziehe ich in eine neue WG in der Straße gegenüber. Aber erstmal geht es für eine (Oster-)Woche nach Bremen. Zwei Monate vergehen wirklich wie im Fluge. Vermissen werde ich die schöne Aussicht über die Häuserdächer und die Möwen die vor meinen großen Fenstern ihre gewagten Manöver fliegen und sich durch den Sturm kämpfen. Der Blick aus meinem neuen Zimmer geht in eine kleine Gasse, auch nicht schlecht, aber weniger hell.
Blick aus der Kaiserstraat 24 C!

Ich freue mich auf die neue WG. Statt mit zehn Leuten wohne ich dann nur noch mit vier anderen  - je zwei Jungs und zwei Mädels - zusammen. Das allerbeste ist mein Bett: in die Hälfte des (hohen) Raumes ist ein Boden eingezogen. Auf einer kleinen Leiter gelangt man dann ins gemütliche Schlafparadies :-)

Gleich drei Städte habe ich diese Woche mit Sophie besucht, als sie mich für ein paar Tage in Leiden besucht hat. Utrecht hat uns sehr gut gefallen: viele Antiquariate und Grachten, die man, wenn man die kleinen Treppen hinabsteigt auf einer Art Gehweg entlangspazieren kann.

Zum Abendessen gings dann nach Den Haag.
Der "Albert Cuypmarkt" in Amsterdam ist (nicht zuletzt wegen der Namensverwandtheit) wirklich immer einen Besuch wert. Neben Fischen und Früchten findet man im Marihuana-Dunst schöne Second-Hand Läden. Zur Stärkung gabs dann köstlichen Cheesecake mit Himbeeren und Chaitee im Cafe von Nics Nichte "De Bakkerswinkel". Auch die Kunst kam nicht zu kurz: Das Stedelijk Museum Amsterdam  (Stedelijk Museum) stellt gerade zum ersten Mal die Werke des Amerikaners Mike Kelley aus.

Viele Biersorten in einem Cafe in Utrecht
Soll er uns doch warten lassen: Mit Gertuda spiele ich Frühling!!! Draussen schmeckt der Irish-Coffee, in warme Decken gehüllt und mit Heizstrahlern versorgt, auch bei kaltem Ostwind lecker. Noch ein Pluspunkt des Winterwetters ist, dass ich viel für die Uni schaffe. Drinnen ist es einfach am gemütlichsten - die Tage an denen es einen in die Sonne zieht kommen noch früh genug.

Frohe Ostern und warme Gedanken sende ich Euch.
Liebste Grüße, Lea

Montag, 18. März 2013

Ohne Worte, dafür mit Bild...

Ohne Worte, dafür mit Bild war eine Talkshow des niederländischen Fernsehens bei der ich mit ein paar Freunden im Publikum saß. Einer meiner Mitbewohner arbeitet für einen TV-Sender in Amsterdam und konnte uns gratis Tickets besorgen.
Natürlich wurde während der Sendung gesprochen, nur verstanden wir  (aus Kalifornien, Ungarn und Deutschland)- mit unserem Anfängerwortschatz - wenig.
Egal: Spaß hatten wir trotzdem. Und es war interessant zu sehen wie schnell die Kameraleute bei einer live-Talkshow umherflitzen, um schnell die richtigen Bilder zu machen. Gratis Bier und leckere Bitterballen sowie Kroketten waren dann die Krönung des Abends!

Klara und Ben in einer gemütlichen Kneipe in Amsterdamer Jordaan-Viertel.
Vor der Show am Samstag sind wir durch Amsterdam geschlendert, haben die alte und die neue Kirche besichtigt. Lange in Cafes gesessen, den etwas gruseligen Straßenkünstlern am Damplein zugesehen und durch den Vondelpark spaziert.
Wunderbar!!!

Shopping im benachbarten Hoofddorp, mit einer meiner Mitbewohnerinnen, stand am Freitag vor einer WG-Party auf dem Programm.
Nun sehne ich mich danach, in meiner neuen Bluse durch Leiden zu radeln....!
Die Tage werden immer länger und die Sonne scheint (wenn sie sie sich zeigt) spürbar wärmer als noch vor zwei Wochen. Das Licht gestern am Meer war schon frühlingshaft und nicht mehr winterlich blass - obwohl ein eisiger Wind blies. Eine Stunde Strandspaziergang konnte man ohne Erfrierungen und ständig laufender Nase gut ertragen!


Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.
Allerliebste Grüße aus dem (heute) sonnigen Leiden:-)

Sonntag, 10. März 2013

"Der Frühling naht!"...

"Der Frühling naht!" - das dachte man zu Beginn dieser Woche.
Stühle wurden geputzt und in die Sonne vor die Straßencafes gestellt, Rasenmäher angeschmissen und der Wintermantel im Schrank verstaut. Das erste Bier in der Sonne und der milde Fahrtwind im Haar auf dem Fahrrad, ließen eine Ahnung der nahen warmen Tage aufkommen.
Schneller als man die Sonnenbrille hervorkramen konnte, haben eisiger Wind und Temperaturen im einstelligen Bereich wieder die Oberhand gewonnen.

Das Delft jedoch auch bei Sprühregen schön ist, lässt vermuten, wie hübsch die Stadt erst bei gutem Wetter sein muss!
Trotz des wenig einladenden Wetters habe ich mich - gemeinsam mit Klara - am Samstag zu einem Ausflug in die rund 25 Kilometer entfernte Universitätsstadt aufgemacht.

Spielzeugstadt: Der Blick von der "Oude Kerk" über Delft ist einfach fantastisch!


Etwas enttäuscht waren wir nach dem Besuch des "Vermeercentrum". Obwohl der berühmte Maler sein gesamtes Leben in der kleinen Stadt verbracht hat - werden kaum Originalwerke gezeigt. Auch über sein Leben konnte man wenig erfahren, da Jan Vermeer keine Tagebücher oder Briefe hinterlassen hat.

Dafür konnte man sich in einer - für Vermeers Bilder - typischen Szenerie fotografieren:

Gemütliche Cafés, Boutiquen und Läden mit dem berühmten Delfter Porzellan waren die -bei Regen - mit Abstand besten Orte.
Ein köstliches Bier haben wir auch getestet: in einem zauberhaften Cafe mit Dschungel-Gefühl. Wir saßen in einem Wintergarten mit vielen, vielen Pflanzen, Blüten, einem Papagei und zwei Hunden!!!




Nach einem Ausflug ans Meer freue ich mich gleich auf Spaghetti Bolognese mit meinen Mitbewohnern. Bei 1 Grad haben wir uns am Nachmittag auf dem Fahrrad durch den eisigen Wind gekämpft.

Euch allen eine gute Woche!
Liebe Grüße,  Lea











Montag, 4. März 2013

"Dinner and drinks all the time!"

"Dinner and drinks all the time!" - das scheint das Motto der Niederländer zu sein.
Fast jeden Tag bin ich irgendwo anders zum Abendessen eingeladen. Bin ich dann mal daheim, feiern garantiert meine Mitbewohner eine Party und zerren mich aus meinem Zimmer. Ihr seht, ich hab ein hartes Leben hier an der Nordseeküste!
Würde ich nicht regelmäßig Rudern (bei meinen Blasen an den Händen muss ich oft an Euch denken Franzi und Lotte, wenn ihr von Euren kaputten Ruderhänden berichtet habt) und im Fitnessstudio trainieren, wäre ich sicher bald so rund wie ein Gouda. Die Niederländer lieben alles was süß ist - und dazu zählen nicht nur Hagelslag (das ich übrigens nicht esse, weil es mir viel zu anstrengend ist, wenn ständig alles vom Brot fällt) und Vla. Sehr beliebt sind hier - aufgrund der ehemaligen Kolonien - auch indonesische Gerichte.
Fast in jeder Kneipe gibt es Nasi Goreng oder Bami Goreng in Frikadellenform
Ja, hier wird viel frittiert: am besten schmecken mir die mit Käse, Pilzen oder Ragout gefüllten Kroketten oder (in der kleineren Version) Bitterballen, die mit Senf, süßsaurer Sauce oder Curryketchup serviert werden. Man könnte sie als niederländische Tapas bezeichnen, die als Snack zum Bier gegessen werden:)
Gestern war ich bei meiner Mentorin zum Essen: in Nullkommanix hatten wir ein fertiges Thai-Gericht, denn die Supermarkt-Regale quellen hier über vor lauter Fertigsaucen, geschnittenem WOK-Gemüse in zig verschiedenen Kombinationen und vorgekochten Beilagen. Kochen kann man das zusammenfügen der einzelnen Zutaten in einer Pfanne dann wirklich nicht mehr nennen! Aber lecker war es trotzdem!

Lang, lang ist's her, dass ich zum letzten Mal geschrieben habe.
In den nächsten Monaten - bis zu meiner Abreise  - werde ich versuchen, meinen Blog immer zum Wochenende hin, einmal pro Woche um einen neuen Eintrag zu ergänzen.
Wie ihr seht habe ich das Design geändert!
Inspiriert dazu haben mich Vögel, die am frühen Samstagmorgen in einem Amsterdamer Park zwitscherten, als wir nach einer Party durch die Straßen nach Hause liefen.
Der Frühling naht!

Das vorgegangene Wochenende habe ich mit einer Gruppe Studenten auf einer Farm nahe eines Naturschutzgebiet verbracht. "Hoge Veluwe", ist der Name des, mit dem Bus, rund 1,5 Stunden von Leiden entfernten Reservates im Landesinnern. Nach drei Tagen mit Radtouren, Museumsbesuchen, und Hippie Partys auf dem Bauernhof, ABER ohne Dusche, waren wir alle froh als wir das Ortsschild 'Leiden' wiedersahen. Viel Spaß hatten wir am letzten Abend, nachdem es den ganzen Tag geschneit hatte und die australischen Studenten (nach ein paar Bier) vor Freude über ihren ersten Schnee fast durchgedreht sind!
Unser ganzer Stolz: der größte Schneemann aller Zeiten, "Mr. Nobody", gebaut von Klára, Ben und Lea.

Wenn ihr mehr über das Naturreservat erfahren wollt: Homepage Hoge Veluwe

Doch ich muss zugeben, ein wenig vermisse ich das Großstadtgefühl um mich herum - den Trubel und die Anonymität hinter denen man sich verstecken kann. Da helfen auch Ausflüge nach Amsterdam oder Den Haag nur kurzfristig! Bereits nach einem Monat treffe ich auf jedem meiner Wege in Leiden mindestens eine Person, die ich kenne!
Aber diese Metropolen-Sehnsucht, überfällt mich (zum Glück) bisher nur selten. Denn trotz seiner Beschaulichkeit  (120 000 Einwohner) - findet man in Leiden alles was man braucht!

Nun werde ich mich auf mein Fahrrad schwingen und gen Bibliothek radeln.
Euch allen eine tolle Woche!
Viele sonnige Grüße,
Eure Lea



Donnerstag, 21. Februar 2013

Journalistische Texte auf Englisch zu schreiben...

Journalistische Texte auf Englisch zu schreiben ist eine neue Herausforderung der ich in der vergangenen Woche gegenüber getreten bin. Thema war der "Kölner Karneval" 2013.

Hier könnt ihr selbst prüfen ob mir das Experiment gelungen ist:
http://www.voxleiden.com/#!carnival-in-cologne/clp9

Vielen Dank für alle lieben Glückwünsche zu meinem Geburtstag!
Mein Ehrentag war wunderschön: mit zwei Freundinnen aus der Uni habe ich Nachmittags bei Sekt und Törtchen in der WG gefeiert. Später gings dann nach Den Haag, zu einem Vortrag des,  in Litauen sehr populäre Philosophen, Leonidas Donskis. Wirklich ein bewundernswerter Mann!
Am späten Abend kam dann Fredrik, mit dem ich en herrliches Wochenende in Leiden und Rotterdam verbracht habe.

Nur die Post scheint hier wirklich noch mit der Kutsche ausgeliefert zu werden: vor zwei Wochen habe ich Briefe nach Deutschland verschickt, die bis heute nicht angekommen sind.
Auch ein Geburstagspäckchen aus Bremen, hat bis heute nicht meine Tür erreicht!
Da bleibt nur: abwarten und auf das beste hoffen!


Seit Montag bin ich stolze Besitzerin eines wunderschönen weißen Fahrrades!
Zu einem super Preis konnte ich es  - nach langer Verhandlung - bei einem freundlichen Händler für gebrauchte Drahtesel mitnehmen konnte.
Sogar ein dickes Schloss gabs schließlich umsonst, als kleines Extra dazu!
Wie eine Königin bin ich danach durch die Straßen gefahren.
Glücklich, endlich nicht mehr zu den (wenigen) - sich zwischen den verrückten Fietsen ständig in Lebensgefahr bewegenden - Fußgängern zu gehören.
Passend zu dieser Premiere schien die Sonne und die Luft roch zum ersten Mal nach Frühling.

Dies ist kein Foto meines Radls, sondern nur eines das meinem ähnelt.
In Kürze werde ich Euch Bilder meines eigenen Schmuckstücks zeigen.

Ich wünsche Euch allen einen herrlichen Tag.
Nur die besten Grüße,
Eure Lea




Mittwoch, 13. Februar 2013

Rudern auf den Grachten......

Rudern auf den Grachten von Leiden muss im Frühling eine wahre Freude sein.
Bis die Tage lang genug sind muss ich mit dem Ruderergometer Vorlieb nehmen.
Seit ein paar Tagen bin ich Mitglied im "königlichen Ruderverein Njord".

Ende März gehts dann endlich aufs Wasser! Auf den vielen Grachten hier gibt es viele viele tolle Routen, die aus der Stadt hinaus und ins Umland führen.
Mit vier anderen internationalen Studenten aus New York, Kanada und der Schweiz werde ich dann das Boot teilen. Bis dahin müssen wir  - alle blutige Anfänger - fleißig sein, um nicht gleich beim ersten Mail zu kentern. Aber wir sind eine lustige Truppe und werden sicher viel Spaß haben. Nach der ersten Trainingseinheit mit Krafttraining spüre ich heute viele Muskeln in meinem Körper! Ein gutes Gefühl. 


Der Ruderverein vom Wasser aus gesehen.
Besonders die große Terrasse - ausgestattet mit Sofas und Sesseln - muss im Frühling ein Traum sein.


Das Wappen des Rudervereins "Njord".


Euch allen einen wunderbaren Tag.
Sonnige Grüße aus dem winterlichen Leiden.
Eure Lea


Bilder sagen mehr als 1000 Worte...

Bilder sagen mehr als 1000 Worte, wenn es um Karneval geht:)
Nach einem famosen Wochenende bin ich nun  - ermattet von der Feierei - wieder zurück in Leiden. 
Es war so schön Edith und Basti nach langer Zeit wieder zu sehen!!!
Jo und Franzi  - die beide auch in Köln waren - habe ich leider nicht getroffen.
So many things - so little time....! Kommt ihr mich bald besuchen?

                       

Unsere bunte Truppe (von links): der Hutmacher, ein Eskimo, die Herzkönigin, Robin Hood, Rotkäppchen, die Hutmacherin, Alice im Wunderland, ein Marienkäfer, ein sportlicher Basti aus den 80ern.














Auch mal in zivil: Edith und ich beim Karnevals-Umzug in der Kölner Südstadt.

Euch allen eine schöne Restwoche!
Allerliebste Grüße, Lea