Hyazinthen, Narzissen, Krokusse UND 1000 Touristen haben wir heute im
Keukenhof bestaunt. Mit dem Fahrrad ging es - noch bei bedecktem Himmel - Richtung Lisse wo, der Blumenpark liegt. 20 Kilometer weiter, als wir unser Ziel erreicht hatten, kam dann plötzlich die Sonne mit voller Kraft zum Vorschein. So konnten wir ohne dicken Pullover durch den Park schlendern, picknicken und dabei die Blüten bewundern: auch wenn die meisten Tulpen noch ein paar Tage brauchen, ehe sie aufblühen. Auch ungezählte Touristen aus anderen Ländern wollten (was man ihnen nicht verübeln kann) die Farbenpracht bewundern: Menschenmassen wurden in Bussen herangekarrt und auf der Wiese vor dem Haupteingang ausgespuckt, ehe sie in den Park gespült wurden.
Gelohnt hat sich der Ausflug allemal, auch wegen der schönen Radtour dorthin:)
Ein wunderbares Gefühl, zum ersten Mal ohne Jacke und Handschuhe (und MIT Sonnenbrille auf der Nase) auf dem Fahrrad durch die Natur zu radeln. Ein frischer Teint und ein großer Strauß Papageien-Tulpen sind mein Mitbringsel dieses Tages.
Schon am Samstagabend hatte sich der Wetterumschwung angekündigt. Bis Mitternacht konnten wir draussen vor der Bar sitzen, ohne zu frieren.
Mein Highlight der Woche: endlich Den Haag bei Tageslicht bestaunen.

Die bisherigen Besuche waren immer auf die Zeit nach Sonnenuntergang beschränkt. Das erste Mal zu einem Vortrag eines litauischen Professors an der dortigen Uni. Und dann noch einmal mit der lieben Sophie-Schwester zum 'Dinner'. Ich war positiv überrascht, war doch mein bisheriges Bild der Stadt geprägt von gläsernen Hochhäusern und kalten Bürogebäuden. Hinter dieser ersten Fassade steckt ein hübscher alter Kern, der im Kontrast mit den Wolkenkratzern sehr besonders ist. Sogar die Königin war in ihrer Stadtresidenz, als wir dort vorbeiliefen.
Die allerliebsten Grüße,
Lea
P.S. Gelangweilt von den Wetterthemen? Versprochen, dies war das letzte Mal. Es ist jedoch eine Herausforderung in diesen Tagen den verspäteten Frühling nicht zu thematisieren!