Zuerst ging es nach Almere (siebtgrößte Stadt der Niederlande), das auf einem trockengelegten Polder liegt. Die Stadt wurde (wie viele Teile der Niederlande) dem Meer abgewonnen. In den siebziger Jahren, als die Niederländer ihr Land größer machen wollten, entstand so auch Almere am IJsselmeer. Viele (damals) moderne, architektonische Bauwerken mit großen Modeketten prägen das Bild der Stadt. Interessant zu sehen, aber nicht gerade einladend für einen längeren Aufenthalt.
Ganz anders in Naarden: eine wirklich wunderschöne Festungsstadt.
Die Gemeinde liegt in der Region Het Gooi (auch Gooiland), in der Provinz Nordholland, zwischen Amsterdam, Amersfoort und Utrecht gelegen. Zur mit Heide, Wald, Wiesen und kleinen Seen geprägten Landschaft, zählen neben vielen authentischen Ortschaften auch Naturschutzgebiete südlich des IJsselmeers.
Naarden war eine der wichtigsten Verteidigungsanlagen der Neuen Holländischen Wasserlinie. Die sternenförmige Festung im spanischen Stil, mit Festungsmauern und Graben ist noch komplett erhalten. Historische Gebäude und Denkmäler wie die St. Vitus Kirche, eine große gotische Basilika aus dem 14. und 15. Jahrhundert, prägen die kleine Stadt.
Von einer Hobbitlandschaft umgeben ist der Stadtkern: knallgrüne (auf dem Bild eher blassgrün) Grashügel mit einem tollen Blick auf den umlaufenden Wassergraben. Auch die Menschen dort sind sehr freundlich. Zwei ältere ortsansässige Damen - die sich auf einer Bank vor dem Rathaus bei einem Eis entspannten- wollten es sich nicht nehmen lassen uns (auf Niederländisch) detailliert zu erklären, was genau wir als Geschichtsstudenten unbedingt (!) besichtigen müssten. Auffallend in der Stadt: sehr viele teure Autos mit schick gekleideten Leuten!
Nach dem Verlassen des Hauptbahnhofes blickten wir zunächst auf hässliche neue Gebäude. Unsere Erwartung: eine schnuckelige kleine Altstadt. Doch nachdem wir den ersten Schock überwunden hatten und 10 Minuten Fußweg hinter uns lagen, stießen wir auf den hübschen Altstadtkern. Die bezaubernde kompakte Innenstadt zog uns sofort in ihren Bann: kleine verwinkelte Gassen, und wunderschön eingerichtete Häuser mit kleinen Gärten.
Auch 'Onze Lieve Vrouwentoren', eine der höchsten Kirchtürme der Niederlande, und das mittelalterliche Stadttor 'Koppelpoort' mussten besichtigt werden.
Ein Bier in der Abendsonne auf dem Marktplatz war der krönende Abschluss des Ausflugs, bevor es zurück nach Leiden ging.
Auch 'Onze Lieve Vrouwentoren', eine der höchsten Kirchtürme der Niederlande, und das mittelalterliche Stadttor 'Koppelpoort' mussten besichtigt werden.
So langsam erwacht auch der "Hortus botanicus" in Leiden zum Leben. Der botanische Garten gilt als der ältesten der Niederlande. Studenten haben freien Eintritt: so sitzen wir bei schönem Wetter nicht zwischen Hundehäufchen im mickrigen Stadtpark sondern unter alten Kastanien, zwischen seltenen Pflanzen mit Blick aufs Wasser. Famos famos :-)
Beste Grüße aus Leiden,
Eure Lea
Beste Grüße aus Leiden,
Eure Lea



